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MAT
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Der "Merkfähigkeits- und Aufmerksamkeitstest" (MAT) ist ein normiertes, validiertes Testverfahren zur Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen.

Er basiert auf einer innovativen Testkonstruktion, durch die eine differenzierte, unkonfundierte Testung zentraler kognitiver Leistungsbereiche ermöglicht wird.

Der MAT ist selbsterklärend und für Erwachsene jeden Alters anwendbar. Er kann beispielsweise in der Diagnostik leichter kognitiver Beeinträchtigungen und früher Formen von Demenz eingesetzt werden.

 

 Merkmale und Vorzüge des MAT

 

Computerbasierte Testung

 

Der MAT wird vollständig am Computer durchgeführt, wodurch sich eine Reihe von Vorteilen ergibt:

  • der MAT ist zeitökonomisch in der Durchführung und Auswertung, da er automatisiert abläuft und die Testergebnisse unmittelbar nach der Testung zur Verfügung stehen
  •  der MAT erleichtert die Verlaufsdiagnostik, da die automatisch gespeicherten Ergebnisse einen schnellen und einfachen Vergleich bei wiederholter Testung ermöglichen
  • der MAT schützt den Teilnehmer sowie den Versuchsleiter vor unangenehmen sozialen Situationen

 

Standardisierte Durchführung und Auswertung

 

Durchführung und Auswertung sind standardisiert, wodurch eine hohe Testgüte gewährleistet wird:

  • hohe Durchführungs- und Auswertungsobjektivität
  • Minimierung von Störvariablen

 

Adaptives Vorgehen

 

Der MAT passt sich dem Leistungsniveau des Teilnehmers an – nur wenn eine Schwierigkeits-stufe erfolgreich absolviert wurde oder der Teilnehmer lediglich in einzelnen Bereichen eine schwache Leistung zeigt, werden Aufgaben der nächst höheren Schwierigkeitsstufe dargeboten.:

  • schwächere Teilnehmer müssen keine langwierige, frustrierende Testprozedur durchlaufen und dabei eine Vielzahl zu schwieriger Items bearbeiten 
  • die Genauigkeit der Testergebnisse wird durch die adaptive Vorgehensweise nicht beeinträchtigt

 

Differenzierte und unkonfundierte Testung

 

Der MAT beinhaltet sieben Subtests mit jeweils unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen:

  •  jeder Subtest erfasst die Leistung in einem kognitiven Bereich, der sich in der Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen, z.B. bei Alzheimer Demenz, als relevant herausgestellt hat
  • keine Konfundierung der durch die Subtests erfassten Leistungen mit testirrelevanten Leistungen

 

Selbsterklärend und einfach zu bedienen

 

Der MAT ist so konstruiert, dass der Teilnehmer durch einfache, klare Anweisungen an jeder Stelle des Programms erfährt, was zu tun ist:

  •  der Teilnehmer arbeitet ausschließlich über zwei Tasten eines Touchpads
  • dem ersten diagnostischen Subtest ist eine Übungseinheit vorangestellt – Teilnehmer, die aus kognitiven oder physischen Gründen nicht in der Lage sind, die Instruktionen zu verstehen oder das Touchpad zu bedienen, werden bereits in diesem Schritt erkannt und das Programm endet automatisch

 

 Testgüte des MAT

 

Stichprobe zur Untersuchung der Testgüte

 

Die Stichprobe besteht aus insgesamt 42 Alzheimerpatienten (14 Männern, 28 Frauen) im Alter von 60 bis 84 Jahren mit einer leichten bis mittelschweren Demenz (Mini Mental State-Score: 15-26) und aus 42 alters-, geschlechts- und bildungsangepassten Kontrollpersonen.

 

Validität

 

Zur Validierung der Untertests des MAT wurden die Korrelationen der Testbefunde mit den Befunden der entsprechenden Referenzverfahren bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.

 

Tabelle 1: Korrelationen der Untertests des MAT mit Referenzverfahren

MAT-Untertest

Referenzverfahren

r (Pearson)

verbales Arbeitsgedächtnis

VLMT Supraspanne (a1)

0,675

verbales Kurzzeitgedächtnis

VLMT verzögerte Reproduktion (a6)

0,835

figurales Arbeitsgedächtnis

ROCF unmittelbare Reproduktion

0,632

figurales Kurzzeitgedächtnis

ROCF verzögerte Reproduktion (30 Min.)

0,828

episodisches Arbeitsgedächtnis

WG-LG unmittelbare Reproduktion

0,625

episodisches Kurzzeitgedächtnis

WG-LG verzögerte Reproduktion (30 Min.)

0,783

Aufmerksamkeitsleistung

Stufe 1

AKT (Gesamtleistung)

0,444

Aufmerksamkeitsleistung

Stufe 2

AKT (Gesamtleistung)

0,514

Aufmerksamkeitsleistung

Stufe 3

AKT (Gesamtleistung)

0,785

 p<0,01 für alle Korrelationen (VLMT: Verbaler Lern- und Merkfähigkeitstest; ROCF: Rey-Osterrieth Complex Figure; WG-LG: Wechsler Gedächtnistest, Untertest „Logisches Gedächtnis“; AKT: Alters-Konzentrations-Test)

 

Konstruktvalidität

 

Zur Untersuchung der Konstruktvalidität wurde Cronbach’s α bestimmt. Für die sechs Gedächtnistests ergab sich bei einer mittleren Korrelation von r=0,292 ein Wert von α=0,712, was einer akzeptablen Konstruktvalidität entspricht.

 

Retestreliabilität

 

Die Retestreliablität wurde bei einer Teilstichprobe von 31 Patienten untersucht, die ein zweites Mal mit dem MAT getestet wurden. Die Korrelationen betrugen für die Gesamtgedächtnisleistung 0,895 (p<0,01) und für die Gesamtaufmerksamkeitsleistung 0,787 (p<0,01).

 

Unterscheidung der Gruppen

 

Die Gruppenunterschiede zwischen den Alzheimerpatienten und den Kontrollpersonen erwiesen sich in folgenden Subtests als signifikant: verbales (p<0,05), visuelles (p<0,01) und episodisches Kurzzeitgedächtnis (p<0,01), episodisches Arbeitsgedächtnis (p<0,05) sowie Aufmerksamkeit (Stufe 3, p<0,05).

Bei einer schrittweisen logistischen Regressionsanalyse wurden drei Parameter als unabhängige Variablen zur Prädiktion der abhängigen Variablen „Patientenstatus“ ermittelt. Für die Variablen „episodisches Kurzzeitgedächtnis“, „visuelles Kurzzeitgedächtnis“ und „Aufmerksamkeitsleistung“ ergab sich eine Sensitivität von 74% und eine Spezifität von 71%.

 

 

Die Subtests des MAT

 

Der MAT besteht aus sieben Subtests, durch die jeweils unterschiedliche kognitive Leistungsbereiche erfasst werden. Alle Subtests beinhalten drei Schwierigkeitsstufen. 

 

Merkfähigkeit

 

Die Merkfähigkeit wird sowohl nach zeitlichen als auch nach inhaltlichen Kriterien klassifiziert.

 

Die Klassifikation nach zeitlichen Kriterien spiegelt sich in der separaten Testung von Arbeits- und Kurzzeitgedächtnis wider. So werden die zu merkenden Inhalte in den Subtests zum Arbeitsgedächtnis bereits in einem Zeitraum von maximal 90 Sekunden abgefragt, die Inhalte des Kurzzeitgedächtnisses jedoch erst nach mehreren Minuten.

 

Die Klassifikation nach inhaltlichen Kriterien bezieht sich auf die qualitativen Merkmale der einzuprägenden Inhalte: verbal, visuell und episodisch. Verbale Inhalte werden hierbei in Form von Wörtern dargeboten, während visuelle Inhalte durch geometrische Figuren abgebildet werden. Episodische Inhalte hingegen werden über zusammenhängende verbale Informationen präsentiert.

 

Aufmerksamkeit

 

Die Aufmerksamkeitsleistung wird über den beständigen Abgleich einfacher visueller Vorlagen erfasst.

 

 

Informationen zum Erwerb

 

Wenn Sie gerne noch mehr erfahren möchten oder Interesse am Erwerb des MAT haben, dann informieren wir Sie gerne. Bitte kontaktieren Sie uns per Email oder Telefon.