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Allgemeine Informationen zur Alzheimer-Demenz
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Mehr als eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Demenzerkrankung, mindestens zwei Drittel von ihnen an einer Alzheimer-Demenz (AD). Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt mit dem Alter zu, so sind ca. 1% der unter 70-Jährigen, ca. 20% der 85-Jährigen und ca. 30% der über 90-Jährigen demenziell erkrankt. Jährlich kommen in Deutschland etwa 200.000 Neuerkrankungen hinzu, wobei angesichts der Bevölkerungsentwicklung zukünftig noch höhere Zahlen zu erwarten sind (Übersichten bei Bickel, 2000 und Bickel, 2001). 

Die AD beginnt schleichend und geht mit einem fortschreitenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit einher. Das Leitsymptom ist die Störung des Kurzzeitgedächtnisses, wobei im Erkrankungsverlauf auch andere Gedächtnisbereiche beeinträchtigt werden. Ebenso werden Orientierung, Denken, Auffassung, Sprache sowie die Urteilsfähigkeit zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Hierdurch kommt es zu einer  fortschreitenden Einschränkung in den Alltagsfertigkeiten, wodurch die Fähigkeit zur selbstständigen Lebensführung deutlich abnimmt.

Bei der AD können bestimmte biochemische und morphologische Veränderungen des Gehirns beobachtet werden. Diese bestehen z.B. in mikroskopisch nachweisbaren Eiweißablagerungen sowie im Untergang von Nervenzellen, die durch bildgebende Verfahren sichtbar gemacht werden können. Zur Diagnose einer AD in frühen Stadien der Erkrankung kommt v.a. neuropsychologischen Verfahren (z.B. MAT) eine besondere Bedeutung zu. Die Ursachen der AD konnten bislang nicht vollständig geklärt werden, allerdings sind Faktoren bekannt, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Neben dem Alter gehören hierzu beispielsweise eine genetische Veranlagung, frühere Kopfverletzungen, Gefäßerkrankungen, eine geringe Schulbildung sowie Rauchen (Übersicht bei Kalaria, Maestre et al., 2008).

Hinsichtlich der therapeutischen Möglichkeiten lässt sich zusammenfassen, dass die Ursachen der Erkrankung bislang nicht behoben werden können. Auf medikamentösem Wege lassen sich die Symptome meist hinauszögern und abmildern. In leichten bis mittelschweren Erkrankungsstadien sind hierbei Cholinesterasehemmer, in fortgeschrittenen Stadien sog. Memantine die Mittel der Wahl. Daneben gibt es eine Reihe nicht-medikamentöser Verfahren und Strategien, z.B. die Erinnerungstherapie, die den Umgang mit der Krankheit erleichtern sollen. Bewährt haben sich diese v.a. in Bezug auf das Wohlbefinden des Patienten und das seiner Angehörigen. Neuere Studien weisen außerdem darauf hin, dass durch nicht-medikamentöse, kognitive Trainingsverfahren auch die Gedächtnisleistung von Alzheimer-Patienten positiv beeinflusst werden kann.


 


Bickel, H. (2000). Dementia syndrome and Alzheimer disease: an assessment of morbidity and annual incidence in Germany. Gesundheitswesen (Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (Germany) 62(4): 211-218.

Bickel, H. (2001). Demenzen im höheren Lebensalter: Schätzungen des Vorkommens und der Versorgungskosten. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 34(2): 108-115.

Kalaria, R., Maestre, G., Arizaga, R., Friedland, R., Galasko, D., Hall, K., Luchsinger, J., Ogunniyi, A., Perry, E. und  Potocnik, F. (2008). Alzheimer's disease and vascular dementia in developing countries: prevalence, management, and risk factors. The Lancet Neurology 7(9): 812-826.