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Häufigkeit, Ausmaß und Bedeutung von Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose wurden in der Vergangenheit unterschätzt. Heutzutage geht man davon aus, dass etwa 40 % der Patienten mit Multipler Sklerose unter krankheitsbedingten kognitiven Leistungsminderungen leiden – mit gravierenden Folgen für Alltagskompetenz, Sozialleben, berufliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Die Beeinträchtigungen betreffen vor allem das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die sogenannten exekutiven Funktionen.
Zur Untersuchung des kognitiven Leistungsprofils wurde ein computergestützter Test entwickelt, der Merkfähigkeits- und Aufmerksamkeitstest (MAT). Mit Hilfe dieses Tests kann die Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen erfasst und mit der von alters-, geschlechts- und bildungsentsprechenden Kontrollpersonen verglichen werden. Dies ermöglicht eine realistische Einschätzung der aktuellen geistigen Leistungsfähigkeit. Auf dieser Grundlage können therapeutische Maßnahmen geplant werden und es kann eine zutreffende Einschätzung der Belastbarkeit durch berufliche Anforderungen oder Rehabilitations-Vorhaben vorgenommen werden.
Auf dieser Grundlage wurde ein neuropsychologisches, internetbasiertes Trainingsprogramm entwickelt.
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