Ein Leben lang geistig fit bleiben - ein Wunsch, den wohl alle Menschen teilen. Die meisten denken über Gedächtnisstörungen jedoch erst nach, wenn sie bereits ein höheres Alter erreicht haben. Dabei kann man schon ab dem mittleren Lebensalter einiges dafür tun, um die Aufrechterhaltung seiner geistigen Gesundheit effektiv zu fördern.

 

"Schicksal Alzheimer"? 

 

Lange wurde angenommen, dass die Alzheimer-Demenz eine Erkrankung sei, gegen die man sich kaum schützen kann. Tatsächlich sind aber ur die wenigsten Formen der Alzheimer-Demenz vorrangig genetisch bedingt und somit "schicksalhaft". Meist wird die Erkrankung durch das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren veursacht, von denen viele beeinflusst werden können. So zeigt die aktuelle internationale Forschung, dass das Erkrankungsrisiko maßgeblich von veränderbaren Faktoren wie erhöhten Blutzucker- und Homocysteinwerten, Rauchen und der Ernähreung mitbestimmt wird. Schätzungen zufolge geht etwa die Hälfte aller Fälle von Alzheimer-Demenz weltweit, also gut 17 Millionen, auf solche beeinflussbaren Faktoren zurück1.

Von Mensch zu Mensch liegen ganz unterschiedliche Ausprägungen von Risiko- und Schutzfaktoren vor, die in besonderer Wechselwirkung zueinander stehen. Manche dieser Faktoren wirken sich bereits ab dem mittleren Lebensalter auf das spätere Erkrankungsrisiko aus, manche werden erst im höheren Alter bedeutsam.  

 

Gedächtnisvorsorge ist mögilch

 

Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass das Auftreten der Alzheimer-Demenz durch eine Abschwächung der Risiko- und eine Stärkung der Schutzfaktoren verhindert oder hinausgezögert werden kann. Unlängst wurden die ersten Ergebnisse einer finnischen Langzeitstudie veröffentlich, an der über 1.200 Personen mit erhöhtem Demenzriziko teilnehmen; diese bestätigen, dass gezielte Vorsorgemaßnahmen mit einer Aufrechterhaltung oder gar Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen2. Da es bislang kein "Patentrezept" zur Vorsorge gibt, ist einr Ausrichtung am individuellen Risikoprofil besonders sinnvoll.

Diese Gedächtnisvorsorge empfiehlt sich für alle Personen ab 50 Jahren, die aktiv etwas zum Erhalt ihrer "Kopfgesundheit" un möchten. Eine weitsichtige, aktive Vorsorge ist besonders ratsam, wen familiär bedingt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

 

Früherkennung ist wichtig

 

Alzheimer-Demenz ist derzeit noch nicht heilbar. Je früher eine beginnende Demenz jedoch medikamentös behandelt wird, desto länger lässt sich der Krankheitsverlauf hinauszögern.  

 

Was bietet Kogifit® Plus?

 

Kogifit® Plus ist ein medizinischpsychologisches Gesundheitsangebot zur Vorsorge und Früherkennung von Gedächtnisstörungen und Demenz.   

 

Diagnostik   

 

Folgende Informationen werden erhoben:

  • einige Aspekte der geistigen Gesundheit wie Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit
  • körperliche Risikofaktoren
  • Lebensstilfaktoren
  • familiäre Veranlagung für
  • Gedächtnisstörungen 

 

Beratung zu Vorsorge und Therapie

 

Für jeden Teilnehmer wird ein individuelles Risikoprofil ermittelt, auf dessen Basis gezielte Maßnahmen zur Gedächtnisvorsorge empfohlen werden. Die Befunde und Vorsorgeempfehlungen werden eingehend besprochen. Teilnehmer, bei denen Gedächtnisstörungen oder andere Beeinträchtigungen festgestellt wurden, erhalten eine Beratungzur weiterführenden Diagnostik und zu Therapiemöglichkeiten. 

 

 Ablauf von Kogifit® Plus

 

Bei einem etwa 90minütigen Termin werden ein Anamnesegespräch, eine Blutabnahme sowie köperliche und neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt. An einem zweiten Termin erfolgt die Ergebnismitteilung und Beratung.

 

Kosten  

 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 250 Euro und werden von privaten Krankenversicherungen übernommen. Dank der Unterstützung durch die Karin-Nolte-Stiftung können gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren Kogifit® Plus derzeit kostenfrei in Anspruch nehmen.  

Bei Fragen zu Kogifit® Plus oder zur Vereinbarung eines Termins sind wir für Sie erreichbar unter 0621 – 4004 61 90.

Hier finden Sie alle wichtige Informationen als PDF. 

  


  

1 Barnes, D. E., & Yaffe, K. (2011). The projected effect of risk factor reduction on Alzheimer´s disease prevalence. The Lancet Neurology, 10(9), 819-828.

2 Ngandu, T. und Kollegen (2015). A 2 year multidomain intervention of diet, exercise, cognitive training, and vascular risk monitoring versus control to prevent cognitive decline in at-risk elderly people (FINGER): a randomised controlled trial. The Lancet, 385(9984), 2255-2263